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12. März

Triathletin Nine Boller (@about_nine)

Training und Alltag – alles unter einen Hut


Für viele scheint eine Kombination aus Triathlon und dem normalen Alltagsleben fast undenkbar. Das Training beansprucht extrem viel Zeit und ist sehr kräftezehrend. Triathletin und Instagrammerin Nine Boller (@about__nine) erzählt uns, wie sie zu ihrer Passion dem Triathlon gefunden hat und wie sie das Training zusammen mit dem Alltag meistert.

Hi Nine, wann genau hast du mit Triathlon angefangen?
Angefangen mit Triathlon habe ich etwa im Jahr 2000. Davor habe ich eigentlich gänzlich unsportlich gelebt.

Wie kamst du damals zum Triathlon?
Ich hatte zu dem Zeitpunkt Probleme mit einer Essstörung bzw. Magersucht. Als ich dann schließlich vor der Entscheidung stand zwischen Klinik oder Essen, habe ich begonnen wie irre Ausdauersport zu treiben um die Kalorien wieder loszuwerden. Ein Bekannter, der selbst Triathlet war, hat mich dann schließlich zu meiner heutigen Leidenschaft dem Triathlon gebracht. Zwar habe ich in meiner Jugend Leichtathletik gemacht, aber mit 14 war ich dann der Meinung es wäre deutlich cooler zu rauchen und unsportlich zu sein. Das bereue ich heute natürlich zutiefst.

Du bist alleinerziehende Mutter von drei Kindern. Zudem betreibst du deinen eigenen Mode-Concept-Store. Wie sieht dein Alltag außerhalb des Sports aus?
Mein ältester Sohn ist schon 26 Jahre alt und kommt ganz gut alleine zurecht. (lacht) Generell versuche ich täglich mindestens drei bis vier Stunden im Geschäft präsent zu sein, damit ich das Gefühl für die Kundenwünsche und deren Nachfrage nicht verliere. Ansonsten erledige ich aber auch einiges im Homeoffice, um für die Kinder da zu sein.

Wie bekommst du den Sport da noch unter?
Ich trainiere oft früh morgens und sehr viel Indoor. Ich habe mir ein Sportzimmer im Haus eingerichtet und kann dort auf der Rolle trainieren, auf dem Laufband laufen und Krafttraining machen. Zum Schwimmen kommen die Kids auch gerne mal mit.

Klingt nach einem absolut durchgetakteten Tagesablauf. Gibt es nicht manchmal auch Momente, in denen du einfach lieber auf dem Sofa liegen würdest?
Na klar! Und manchmal mache ich das auch einfach. Sonst ist die Gefahr groß, dass man irgendwann den Spaß an seiner Leidenschaft verliert.

Vielen Menschen fällt es besonders schwer sich zu motivieren und eben nicht direkt nach der Arbeit im Sofa zu versinken. Hast du für sie einen Tipp? Was ist deine größte Motivationsquelle?
Meistens raffe ich mich auf, weil ich weiß, dass ich nachher bereuen würde, es nicht getan zu haben. Die einzig schlechte Einheit ist die, die man schwänzt. Am meisten motivieren mich dabei Musik und vor allem die Visualisierung meiner Ziele. Die genaue Vorstellung wie ich z.B. in einer bestimmten Wunschzeit glücklich die Ziellinie überlaufe. Wenn man dieses erfüllende Finish Line Gefühl schon mal erlebt hat, ist die Vorstellung des nächsten Finish Line Moments eine sehr gute Motivationsquelle!

Gibt es denn irgendetwas, das du unbedingt irgendwann noch machen möchtest?
Das hat jetzt zwar nicht direkt einen Bezug zu meinem Sport, aber ein großer Traum von mir ist es einmal mit Haien zu tauchen. Die faszinieren mich total!

Vielleicht lässt sich das dann ja doch mit dem Schwimmtraining vereinbaren.
Ja, das stimmt eigentlich. (lacht)

Dann wünschen wir dir, dass der Wunsch sich bald erfüllt. Vielen Dank für deinen Einblick, Nine. Alles Gute für die Zukunft!

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