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22. Januar

Tipps für Langlauf-Anfänger

Langlauf-Basics


Stand man noch nie auf Langlauf-Ski, könnte man meinen, Langlaufen sei monoton und langweilig. Gleitet man dann zum ersten Mal auf den schmalen Brettern durch die schneeweisen Natur, kann einen das schnell vom Gegenteil überzeugen. Denn egal ob Skating oder Klassisch – es macht nicht nur einen Heidenspaß, beim Langlaufen beansprucht man den ganzen Körper und das Herz-Kreislauf-System arbeitet auf Hochtouren. Und hat es nicht gerade -25 Grad, stärkt man beim Langlaufen auch sein Immunsystem. Alle wichtigen Basics für Langlaufanfänger, findest Du hier.

Mit dem Langlaufen anfangen – Wieso?
Gründe, mit dem Langlaufen anzufangen, gibt es viele. Zum einen der Gesundheitsfaktor: Als Ausdauersport ist Langlaufen optimal zur Stärkung des Herz-Kreislaufsystems geeignet. Und dazu ist es im Vergleich zu vielen anderen Sportarten sehr gelenkschonend. Für alle, die ihre Fettverbrennung vorantreiben wollen oder einfach die allgemeine Fitness verbessern möchten, ist Langlaufen der ideale Sport. Steht man im Winter regelmäßig auf den dünnen Brettern, startet man auf jeden Fall topfit in den Sommer. Zum anderen ist es eine faszinierende Art der Fortbewegung, die viele packt und nicht mehr loslässt. In der verschneiten Winterwelt mit seinen Langlauf-Ski butterweich über die Loipe zu gleiten, ist sozusagen Balsam für die Seele. Was aber beim Langlaufen auf keinen Fall fehlen darf: Die passende Bekleidung – sonst kann es an frostigen Tagen schon mal ganz schön ungemütlich werden.

Das solltest Du zu Langlauf-Ski wissen
Skating und Klassik – das sind die beiden Langlaufstile, die man auf der Loipe beobachten kann. Jeder Stil hat seine eigene Skikonstruktion. Skating-Ski haben eine glatte Lauffläche und sind generell etwas kürzer. Bei Klassik-Ski besteht die Unterseite aus einer Gleit- und einer Steigzone. Dabei gibt es verschiedene Philosophien und Varianten, wie diese Steigzone aussehen und funktionieren kann: Wachsski, Schuppenski (gelegentlich auch Nowaxski genannt) und Fellski. Beim Wachs-Ski wird die Steigzone mit Haftwachs behandelt, das einen Widerstand im Schnee erzeugt. Beim Schuppenski wird die Steigzone mit einem Flüssigwachs-Spray präpariert – der Effekt ist wie beim Wachsski. Beim Fellski klebt man ein imprägniertes Fell in die Mitte des Skis, das als Steigzone dient. Das ist vergleichbar mit den Steigfellen, die man auch auf Tourenski verwendet. Man sollte aber bei jeder Art von Langlaufski die Gleitzone mit Gleitwachs behandeln, denn generell gilt: wer seinen Ski liebt, der wachst ihn. Das macht dein Langlauf-Equipment langlebiger und du hast wesentlich mehr Spaß auf der Loipe. Für Anfänger, die sich für klassisch Langlaufen entscheiden empfiehlt sich ein Ski, der kein Steigwachs benötigt, also ein Fell- oder Schuppenski. Die Schuppen oder das Fell dienen sozusagen als mechanische Steighilfe, damit man als Langlauf-Einsteiger beim Abdrücken nicht nach hinten rutscht. Allgemein gilt, die Länge des Langlaufskis ist abhängig von Größe und Gewicht und auch vom jeweiligen Leistungslevel.

Langlauf-Bekleidung – Baselayer
Die richtige Bekleidung ist beim Langlaufen essenziell. Oft ist es sehr kalt und windig, trotzdem kommt man durch die Anstrengung stark ins Schwitzen. Daher sollte die Basis deiner Langlauf-Bekleidung, der so genannte „Silent Hero“, die Funktionsunterwäsche sein. Man spricht vom Silent Hero, weil die Funktionsunterwäsche unter der äußeren Schicht, also der Langlaufjacke oder -hose, nicht sichtbar ist. Trotzdem ist sie entscheidend für ein gutes Körperklima. Je nach Temperatur und Intensität wählt man die passende Funktionsunterwäsche. Und selbst wenn es mal etwas wärmer ist, sollte nicht auf die Funktionsunterwäsche verzichtet werden. Denn dank der sogenannten ersten Lage wird überschüssige Schwitzfeuchtigkeit effektiv nach außen abgeleitet und an die nächste Schicht weitergegeben.

Langlauf-Bekleidung – Midlayer
Das sogenannte Zwiebelprinzip (oder Lagenprinzip) spielt beim Langlaufen – wie bei eigentlich allen anderen Sportarten – eine wichtige Rolle. Dabei trägt man nicht nur eine Schicht, sondern mehrere Lagen, die alle eine unterschiedliche Aufgabe erfüllen. Funktionsunterwäsche ist als erste Schicht für den Abtransport überschüssiger Schwitzfeuchtigkeit verantwortlich. Die Aufgabe der zweiten oder mittleren Schicht, des Midlayers, ist: Wärme. Je nach Temperatur, Trainings-Intensität und dem persönlichen Kälteempfinden, fällt die Wahl des Midlayers unterschiedlich aus – Polyester, mit oder ohne Kapuze und auch die Dicke des Materials spielen eine Rolle. Gerade beim Langlaufen sind Zip-Midlayer sehr praktisch – wenn nötig kann die Temperatur mit Hilfe des Reißverschlusses ganz einfach reguliert werden. So kann an relativ warmen Tagen noch etwas mehr Luftaustausch stattfinden.

Langlauf-Bekleidung – Outer Shell
Die äußere Lage ist für den nötigen Wetterschutz zuständig. Wichtig ist, dass sie nicht nur wetterfest, sondern auch wasserdampfdurchlässig ist – so kann der Schweiß nach außen wandern und auf der Oberfläche abdampfen. Ganz wichtig beim Langlaufen ist Windschutz. Denn gerade beim Bergab fahren nimmt man ganz schön Geschwindigkeit auf und ist dem Fahrtwind ausgesetzt. Hier sorgt winddichte Bekleidung dafür, dass man nicht frieren muss. Oder macht man beispielsweise eine kleine Pause nach einem langen Anstieg, bleibt man dank Windschutz warm und kühlt nicht aus. Daher ist als äußerste Schicht winddichte Bekleidung das A und O, sowohl bei Langlaufhose als auch bei Langlaufjacke. des Langlaufskis ist abhängig von Größe und Gewicht und auch vom jeweiligen Leistungslevel.

Langlauf-Bekleidung – Accessoires
Zu Guter Letzt darf man auch die Hände und den Kopf nicht vergessen. An frostigen Tagen, friert man nämlich gerade an den Händen und am Kopf sehr schnell. Passende Langlaufhandschuhe, sowie Mütze oder Stirnband sollten also auf keinen Fall fehlen. Wichtig bei den Accessoires ist auch hier wieder der Schutz gegen frostigen Wind.

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