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Langlaufbekleidung

In Schale geworfen: die optimale Bekleidung für das Langlaufen

von Markus

19. Januar 2022 • 4 Min. Lesezeit

Bekleidung zum Langlaufen

Langlaufen ist wohl eine der beliebtesten Wintersportarten und das ist auch kein Wunder: denn einmal richtig ausgestattet, lässt sich der Sport super leicht ausüben. Zur optimalen Ausrüstung gehört natürlich auch die richtige Bekleidung. Worauf es zu achten gilt, damit der Spaß in der Loipe nicht durch Frieren oder ähnliches ausgebremst wird, erklären wir euch in diesem Artikel.

Von kalt bis heiß – wie du dich richtig für das Langlaufen kleidest

Wer kennt es nicht, an der Loipe angekommen überkommt ein häufig erst einmal eine große Kälte. Doch kaum hat man die Ski angeschnallt und ist unterwegs ändert sich das sehr schnell.  Egal ob das klassische Langlaufen oder Skating, beide Sportarten sind sehr intensiv, sodass man ins Schwitzen kommt. Kommen dann noch sehr kalte Temperaturen oder Wind dazu ist die richtige Bekleidung essenziell. 

In jeder Lage die perfekte Langlaufbekleidung

Der Grundstein der richtigen Bekleidung wird mit dem Zwiebel- oder auch Lagenprinzip gelegt. Dabei übernimmt jede Lage eine bestimmte Aufgabe und sorgt so für eine optimale Balance aus Wärme, Belüftung und Feuchtigkeitsmanagement. Prinzipiell sollte man immer die folgenden drei Schichte tragen:

-        Baseyler

-        Midlayer

-        Outer Layer

Die Grundlage: Funktionsunterwäsche für Outdoorsport

Die erste Schicht sollte bei dir immer die Funktionsunterwäsche sein und das bei allen Sportarten. Doch beim Langlaufen ist sie besonders wichtig. Denn diese Lage ist die erste direkt auf deiner Haut und sorgt für ein ideales Feuchtigkeitsmanagement. Bei Belastung fängt der Körper an zu schwitzen und durch das Verdunsten des Schweißes auf der Haut wird er gekühlt. Würde man diese Feuchtigkeit restlos abtransportieren, gäbe es keinen kühlenden Effekt mehr und der Körper würde überhitzen. Daher ist es wichtig, dass Funktionsunterwäsche die Verdunstung ermöglicht, gleichzeitig aber überschüssigen Schweiß von der Hautoberfläche kontrolliert abtransportiert und an die äußeren Schichten weiterleitet. Zudem sollte nach der Belastung die erste Lage so schnell abtrocknen, dass man nicht friert („Post Exercise Chill“). Du merkst also die sogenannten Baselayer haben eine sehr wichtige Aufgabe und man sollte darauf auf keinen Fall verzichten. Denn nichts ist unangenehmer als im Winter in verschwitzen Klamotten zu frieren und sich womöglich noch eine Erkältung einzufangen. Ideal ist Funktionsbekleidung aus Kunstfasern oder Merinowolle. Wenn du etwas mehr über Merinowolle erfahren möchtest, dann schau Dir doch mal unseren Beitrag: Funktionswäsche aus Merinowolle: Alles was du wissen musst an. Hier erfährst du woher die Natur-Funktionsfaser kommt, was dahintersteckt und welche Leistung sie beim Sport bringt.

Die Mitte machts: Midlayer

Die zweite Lage dient der Isolation gegen Kälte und soll außerdem Schwitzfeuchtigkeit nach außen passieren lassen. Denn ist man erst einmal unterwegs, steigen die Anstrengung und somit auch das Schwitzen kontinuierlich an. Der Midlayer kann aus einer oder mehreren Lagen bestehen – oder du lässt ihn an warmen Tagen komplett weg. Meistens setzt man für die zweite Lage Fleece ein. Und das aus gutem Grund: Fleece ist leicht, wärmt gut, trägt sich herrlich weich, ist pflegeleicht, trocknet schnell und – sofern qualitativ hochwertig – sehr langlebig. Aber auch leichte, körpernah geschnittene wattierte Jacken (gefüllt mit einem Synthetik-Material wie in einem Schlafsack) oder Softshell-Jacken bieten sich als zweite Schicht an. Daune eignet sich nur bei großer Kälte, denn bei zu viel Schwitzfeuchtigkeit verklumpt sie und trocknet nur sehr langsam.

Aller guten Dinge sind drei: Outer Layer

Da das Wetter im Winter immer für eine Überraschung gut ist, schützt die äußerste Lage vor Wind, Schnee oder Nässe und leitet gleichzeitig Schwitzfeuchtigkeit von innen nach außen weiter (Wasserdampfdurchlässigkeit). Je nach Wetterverhältnissen werden andere Materialien und Schnitte verwendet, beim Langlaufen sind die Jacken häufig etwas körperbetont geschnitten, um den Windwiderstand möglichst zu verringern. Wichtig: Je mehr man sich anstrengt, desto wasserdampfdurchlässiger sollte die dritte Lage sein. Andernfalls steht man schnell im „eigenen Saft“. Regnet es nicht, muss die Außenschicht nicht unbedingt komplett wasserdicht sein. Dann reicht auch eine dünne Windjacke oder – beim Langlaufen – ein dichtes Fleece, das nur auf der Vorderseite Windschutz bietet. Auch die Langlaufhose sollte vor sämtlichen Witterungseinflüssen schützen und mit windabweisenden oder sogar winddichten Elementen versehen sein. Häufig finden sich Langläufer mit Tights oder auch Softshell Pants auf der Piste. Diese Hosen sind besonders angenehm zu tragen, denn sie machen alle Bewegungen mit und geben dem Träger die nötige Bewegungsfreiheit.

Unverzichtbare Accessoires für das Langlaufen

Neben der richtigen Langlaufbekleidung gibt es auch einige Accessoires, die du immer dabeihaben solltest. Angefangen bei der Mütze oder einem Stirnband, über einen Schlauchschal, bis hin zu den richtigen Handschuhen, auf diese Dinge solltest du auf keinen Fall verzichten. Je nachdem wie die Wetterlage ist, reicht ein dünnes Stirnband, dass vor allem die Feuchtigkeit abtransportiert. An besonders kalten Tagen könnt ihr auf eine Mütze zurückgreifen, die für extra Wärme sorgt. Häufig macht es Sinn auf Handschuhe mit einem Materialmix zu setzten, um das optimale Feuchtigkeits- und Temperaturmanagement zu gewähren. Windabweisendes Obermaterial bietet guten Schutz vor kaltem Wind und ein griffiges Material auf der Handfläche sorgt für maximale Kontrolle. Für besonders kalte Tage eigenen sich besonders Fäustlinge oder sogenannte Splitfinger. Achtung, einen beliebten Fehler gilt es definitiv zu vermeiden: auch wenn ihr sehr gute Handschuhe für das alpine Skifahren im Schrank liegen habt, diese eigenen sich so gar nicht für das Skilanglaufen. Denn häufig ist die Polsterung zu dick, man hat keinen guten Grip und somit kein Gefühl für die Stöcke. Da der Stockeinsatz allerdings sehr wichtig ist beim Langlaufen, solltet ihr immer unbedingt auf Langlaufhandschuhe zurückgreifen.
Ein weiteres wichtiges Kleidungsstück, dem häufig wenig Beachtung geschenkt wird, sind die richtigen Socken. Langlaufsocken sollten ein sehr gutes Feuchtigkeitsmanagement bieten, optimal sitzen und den Fuß gut isolieren.

Beachtest du diese Tipps, dann steht dem Spaß im Winter nichts mehr im Weg.


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