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Fit für den Frühling: So checkst du dein E-Bike

Die Temperaturen steigen und die ersten Ausfahrten mit dem E-Bike in den Biergarten oder ins Grüne stehen an. Doch bevor man sich ganz unbeschwert auf das Fahrrad schwingt, sollte man es für den Frühling und die kommende Saison fit machen. Ob man dies selber tut oder das Rad doch lieber für einen Service in der Werkstatt dem Profi überlässt hängt von verschiedenen Dingen ab. Wir klären auf.

von Markus

16. März 2022 • 3 Min. Lesezeit

E-Bike für den Frühling fit machen: der Frühjahrs-Service

Mach dein E-Bike startklar für den Frühling: Check und Service leicht gemacht

Trendsetter E-Bike

Das E-Bike ist schon seit längerem auf dem Vormarsch und das ist auch kein Wunder: denn mit diesen Rädern kann man weitere Strecken fahren, größere Lasten transportieren und sich dabei auch noch fithalten. So hat es für viele Radfahrer einige Vorteile dem herkömmlichen Rad gegenüber. Doch wenn es zum Thema Wartung, Pflege und Reparatur kommt, gilt es einiges zu beachten, was sich vom klassischen Rad deutlich unterscheidet. Worauf es ankommt, lest ihr im folgenden Beitrag.

Lass das mal den Profi machen

Mit einem E-Bike legt man ganz leicht mehrere hundert Kilometer zurück und hat dies vielleicht gar nicht so auf dem Schirm. Dennoch ist es wichtig darauf zu achten, denn spätestens nach 2.000 Kilometern sollte man sein Fahrrad in einer Werkstatt checken lassen. Noch ratsamer ist allerdings die jährliche Inspektion durch den Profi, denn E-Bikes haben einen höheren Verschleiß als normale Fahrräder. Wer sich nun fragt, ob er das nicht auch zuhause machen kann, dem müssen wir leider sagen: nein. Denn der Profi checkt nicht nur Komponenten wie die Bremsen – er kontrolliert vor allem das Batterie-Management-System. Dies funktioniert über einen Diagnosestecker. Mögliche Fehlercodes werden ausgelesen und ein Software-Update gemacht. Defekte Zellen in der Batterie können so verhindert werden, was wiederum zu einer geringeren Brandgefahr der Akkus führt. In diesem Zusammenhang gibt es einen wichtigen Hinweis: Inzwischen gibt es zahlreiche Anbieter auf dem Markt und gerade bei einigen günstigeren Modellen ist dies leider nicht möglich. Das heißt man sollte sich vorab des Kaufs genau informieren, um so auch ein langlebiges E-Bike zu erwerben. Die Kosten für eine Inspektion betragen im Schnitt zwischen 50€ und 80€, allerdings ohne Arbeitszeit und eventuelle Ersatzteile.

Die richtige Pflege machts

Wer eventuelle Schäden durch Verschleiß vorbeugen möchte, der sollte sein E-Bike gut pflegen. Dies beginnt mit einer regelmäßigen Reinigung. Dabei ist es wichtig das Rad also vor allem den Rahmen sanft mit Wasser abzuwaschen und darauf zu achten, dass kein Wasser an den Akku oder die Elektronik des Rads kommen. Die Kette sollte circa alle 800 Kilometer geölt werden. Dafür muss das alte Öl, das sich auf der Kette befindet, mit einer Bürste und einem Lappen aus den Ritzeln entfernt werden. Anschließend kann neues Öl auftragen werden. Hier beginnt man am besten vorne am Motor, denn es darf kein Öl in die Bremsen gelangen.
Wer auch im Winter mit seinem Elektrofahrrad unterwegs ist, der sollte mehr Zeit für die Pflege einplanen. Denn genauso wie beim normalen Rad ist Streusalz sehr schädlich. Das bedeutet, dass man hier das Fahrrad nach jeder Tour gründlich abwaschen und abtrocken sollte. Zudem sind die kalten Temperaturen auch für den Akku schädlich. Wer sein E-Bike im Winter in der Garage oder im Keller stehen hat, sollte den Akku immer mit in die Wohnung nehmen. Ist dieser fest verbaut, sollte das Rad an einem nicht zu kalten Ort gelagert werden. Während der Fahrt machen die Temperaturen dem Akku nichts aus, denn die Zellen entwickeln Wärme und schützen den Akku so.

Die heimische Werkstatt

Wer nicht für jede Reparatur in die Werkstatt möchte, der kann kleinere Dinge auch zuhause erledigen. Wichtig ist es im Vorfeld zu checken, ob man das nötige Werkzeug bereits vorliegen hat. So sollte man beispielsweise Inbusschlüssel, Ringmaulschlüssel und im besten Fall einen Drehmomentschlüssel besitzen. Ein Montageständer erleichtert die Reparatur deutlich, da man leichter an schwierige Stellen des Rads kommt. Wer sich vornimmt den Zahnkranz zu wechseln, der benötigt zudem Spezialwerkzeug wie den Kurbelabzieher und eine Kettenpeitsche. Da es in diesem Rahmen auch Sinn macht die Kette zu wechseln, benötigt man zudem ein Kettenschloss oder ein Kettennieter. Zum Überprüfen des Zustands der Kette hilft eine Kettenmesslehre.
Wie man schon sieht, es benötigt teilweise etwas Übung und Wissen, wie man die Kette, den Schlauch oder auch Mantel wechselt oder die Schaltung einstellt. Allerdings gibt es einige Anleitungen im Internet, die genau vorgeben, was zu tun ist. Hat man sich hier gut eingelesen oder einige Videos angesehen, lässt sich dies alles gut in der heimischen Werkstatt erledigen. Wer sich nicht sicher ist, kann sich auch jederzeit in einer Werkstatt beraten lassen, auch auf welches Material man beispielsweise bei den Reifen zurückgreifen sollte. So kann man die Kosten und Nutzen der Instandsetzung gut abwägen.

Hat man sich also einige Zeit mit dem Thema beschäftigt ist es definitiv möglich kleinere Reparaturen auch zuhause durchzuführen. Den jährlichen Service in einer Werkstatt kann man dadurch allerdings nicht ersetzen.


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